Das Leben von Friedrich Schiller
Der im Jahre 1759 geborene Friedrich Schiller gilt als bedeutendster deutscher Dramatiker. Zusammen mit Johann Wolfgang von Goethe bestimmte er maßgeblich die Epoche der “Weimarer Klassik” und gilt zudem als wichtiger philosophischer Vordenker seiner Zeit.
Seine gute Schulausbildung kam Schiller früh zugute, während des Besuchs der Lateinschule in Ludwigsburg schrieb der 13-jährige Schiller erste kleine Texte und Gedichte. Während seines Medizinstudiums (ab 1775) wandte sich Schiller verstärkt der Literatur zu. Besonders die beginnende Epoche des “Sturm und Drang” fasziniert ihn. Die Werke Klopstocks, Klingers und Lenz’ sollten eine wichtige literarische Prägung des jungen Schillers werden. Aber auch die Größen der europäischen Literatur, allen voran Shakespeare und Voltaire, hatten es Schiller sehr angetan.
Der literarische Durchbruch gelang Friedrich Schiller im Jahr 1781. In seinem Drama “Die Räuber” zeigte er den Konflikt der Brüder Franz und Karl Moor, die jeweils unterschiedlich vom strengen Vater behandelt werden und sich somit mehr und mehr voneinander distanzieren, bevor Karl letztlich zum Mörder wird. Nach einigen Jahren auf Wanderschaft und den Arbeiten an “Don Karlos” lernte Schiller schließlich den zehn Jahre älteren Johann Wolfgang von Goethe kennen. Goethe nahm Schiller mit nach Weimar, wo sobald die fruchtbarste Phase im literarischen Leben des Friedrich Schiller gelang. Im Jahr 1802 wurde ihm in Weimar der Adelstitel zugesprochen, fortan durfte sich der Dichter Friedrich von Schiller nennen. In Weimar hatte Schiller endlich die perfekte Umgebung für sein Schaffen gefunden. Zusammen mit Goethe, Herder und Wieland bildete er das “Viergestirn der Weimarer Klassik”. Unter Anderem arbeitete er in dieser Zeit am Gedicht “Die Glocke”, das bis heute gerne in Schulklassen rezitiert und gelernt wird. Das Drama “Wallenstein” wurde im Jahr 1800 fertig gebracht, genau wie das wohl noch berühmtere Werk “Maria Stuart”. Neben “Die Jungfrau von Orleans” und “Die Braut von Messina” widmete er sich in der folgenden Zeit vermehrt dem Stoff des Schweizer Nationalhelden “Wilhelm Tell”. Wilhelm Tell zählte nach 1945 als das bedeutendste Drama der deutschen Sprache, wird heute noch oftmals in den Klassen 8-10 gelesen. Schon während der Arbeiten zu Wilhelm Tell klagte Schiller immer öfter über den sich verschlechternden Gesundheitszustand. Freude bereitete ihm die Geburt seiner Tochter Emilie Friederike Henriette im Jahr 1804, die er mit reichlich Schmuck beschenkte.
Nach längerer Krankheit starb Friedrich von Schiller am 9. Mai des Jahres 1804. Vermutlich erlag der bedeutende Dramaturg einer Lungenentzündung. Nachträgliche Untersuchungen bestätigten, dass Schillers Gesundheitszustand in den letzten Jahren seines Lebens außerordentlich schlecht gewesen sein musste, Herzstörungen und funktionslose Lungen waren mitverantwortlich für den frühen Tod.
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