Die Finanzen von Friedrich Schiller
Friedrich Schiller – ein Genie des Geistes- Auswirkungen auf die Finanzwelt
Friedrich Schiller ist neben Goethe in Deutschland verehrt wie kein anderer Dichter. Immer wieder auch werden wir an sein Wirken erinnert, wie jetzt z.B. anlässlich seines 250. Geburtstag durch eine Briefmarke.
Was aber verbindet Schiller, das Genie, mit der profanen Finanzwelt?
Mehr als man vielleicht auf den ersten Blick vermuten kann. Zum einen war Schiller nie großartig reich und finanziell so unabhängig wie Goethe, sondern hatte ein klares Bewusstsein dafür, dass er stets seine Finanzen regeln muss. So schreibt er 1787in einem Brief an Christian Körner:”[...] dass mich der verunglückte Plan auf die Hofrathsstelle nicht so sehr niedergeschlagen hat [...] ich habe unterdessen nur mein Giro verlängert[...]“.
Neben vielen anderen Prädikaten gilt Schiller als Dichter der Ethik und der geistigen Freiheit. Als solcher hat er Standesunterschiede und ihre Probleme auf der Bühne hoffähig gemacht und mit “Kabale und Liebe” auch zum Aufstieg des Bürgertums beigetragen. Damit wird auch die Ausdehnung von Finanzgeschäften und die Kapitalsicherung einer breiteren Gesellschaftsschicht zugängig, was den Ausbau von Girokonten hervorrief. Tagesgeldkonten gibt es erst ab 2000, hieran sieht man welche Auswirkungen auf unsere Zeit Schiller hatte. Schillers Satz: “Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob er nicht noch was bessres findet”(Glocke) kann als Motto für eine derartige Geldanlage nicht besser formuliert werden.
Auch mit anderen seiner sehr klaren Gedanken wie “die Kunst ist eine Tochter der Freiheit”, gilt Schiller heute als Ideengeber gerade in Zeiten von Finanzkrisen. Vielfach haben Fachleute gefordert, die Finanzwelt demokratischer und transparenter zu gestalten und treffen damit im Grunde Schillers Gedanken.