Mode zu Zeiten von Friedrich Schiller
Die Mode zu Zeiten von Friedrich Schiller wandelte sich von Barock zur heitere – zierliche Mode des Rokoko mit zarten Farben und leichten Stoffen. Nie wieder wurde die Kleidung so reichlich geschmückt und diente zum Ausdruck der Dekadenz so, wie eben diese Epoche war. Bevorzugte Stoffe für diese Kleider waren Seide, Damast, Taft und Brokate. Die Farben der wunderschönen Kleidung ging von hell bis hin zu den schönen Pastellfarben über.
Mit großer Vorliebe wurde damals geblumte Stoffe verarbeitet, wobei die Blumenmustern meist eingewebt wurden. Die Männer wie Friedrich Schiller trugen Hosen mit Aufschlägen, die mit Justaucorps versehen waren. Diese engen Hosen wurden unter den Knien gebunden und die dazugehörige Weste war ärmellos und kürzer. Das passende Hemd für darunter hatte Spitzenmanschetten und auf Brust ein Spitzenjabot. Selbst die Knöchelschuhe mit Absatz die auf dem Rist breite Schnallen besaßen sahen elegant und außergewöhnlich aus. Diese Schnallen wurden auch sehr oft mit glänzenden Edelsteine besetzt. Dazu trugen die Herren weiße Seidenstrümpfe dazu.
Große Reifröcke und Fischbeincosagen – Puder und Schönheitspflästerchen waren die wichtigsten Bestandteile der Damenwelt von damals. Die Röcke fielen weich und fließend aus und wurden schmal nach hinten gebunden. Außerdem hatten die Röcke Gesäßpolstern sowie eine Raffung zum Cul de Paris. Redingote und Pelerinumhänge sowie dreieckige Umschlagtücher trugen die Damen von damals. Über einem mit Spitzenrüschen besetzten Unterrock wurde das Oberkleid, Manteau, getragen. Es war aus einem weit ausgeschnittenen Leibchen – Corsarge, und einem vorn weit geöffneten Rock zusammengesetzt. Spitzen und farbig kontrastierende Rüschen schmücken Ärmel und Ausschnitt. Die weißen Seidenstrümpfe wurden von Strumpfbändern gehalten. Die spitzen Schuhe waren aus Atlas oder feinem Leder. Der Absatz saß weit unter der Ferse. Metallschnallen oder Bandröschen am Rist waren oft mit Edelsteinen besetzt.