Werdegang von Friedrich Schiller
Werdegang von Friedrich Schiller
Friedrich Schiller, der bekannte deutsche Schriftsteller, wurde am 10. November 1759 geboren. Bereits 1766 besuchte der junge Schiller die Lateinschule in Ludwigsburg, um 1773 auf Drängen des Herzogs in die Militärakademie Hohe Karlsschule einzutreten. Hier studierte er Rechtswissenschaften, litt jedoch sehr stark unter dem militärischen Drill. Um sich hiervon abzulenken, las er mit seinen Kameraden heimlich verbotene Bücher und schnupfte Tabak.
Ab 1776 wechselte Friedrich Schiller zum Jura- und Medizinstudium und besuchte dabei unter anderem Vorlesungen zur Psychologie, zur Ästhetik und zur Geschichte der Menschheit und der Moral. Mit dem Beginn der Prüfungen im Jahr 1779 bat er um Entlassung aus der Militärakademie, wobei er diese erst 1780 verlassen durfte.
Im Jahr 1781 beendete Friedrich Schiller seinen bekannten Roman „Die Räuber“, den er allerdings nicht unter seinem eigenen Namen wie etwa Geschäftsvordrucke, sondern anonym drucken ließ. 1782 folgte dann die Aufführung von „Die Räuber“ in Mannheim und wurde hier ein voller Erfolg. Allerdings verbat der Herzog Karl Eugen Schiller künftig, derartige Romane zu schreiben, weshalb er im September von Stuttgart nach Mannheim floh. In den folgenden Jahren unternahm Schiller zahlreiche weitere Reisen, so zum Beispiel nach Frankfurt am Main, Oggersheim und Bauerbach.
Die Romane „Kabale und Liebe“ sowie „Don Carlos“ sowie diverse Geschichte (n)wurden 1783 begonnen und beendet. Schiller konnte in dieser Zeit in Mannheim als Theaterdichter arbeiten, wo er auch seine künftige Frau Charlotte von Kalb kennenlernte. Trotz großer Erfolge mit seinen Stücken ließ der Intendant Schiller fallen, wodurch dieser in große finanzielle Schwierigkeiten geriet. Schiller wollte in den folgenden Jahren als freier Schriftsteller arbeiten, weshalb er nach Weimar reiste, wo seine erste Begegnung mit Goethe stattfand.
1789 dann wurde Schiller zum Professor für Philosophie mit Lehrauftrag an der Universität Jena ernannt, weshalb er 1790 nach Jena umzog. Hier heiratete er Charlotte von Lengefeld, die ihm einen Sohn und drei Töchter schenkte. 1799 konnte Schiller dann den „Wallenstein“ beenden, 1801 vollendete er „Die Jungfrau von Orleans“.
Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurde Schiller jedoch immer häufiger krank, obwohl er auch in dieser Zeit Werke wie „Wilhelm Tell“ und „Demetrius“ schrieb. Am 9. Mai 1805 starb Friedrich Schiller dann an einer Lungenentzündung.